USA
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Kalkbergstadion Bad Segeberg

23795, Bad Segeberg
2008
Kunde
City of Bad Segeberg
Planer
Geomontan GmbH, Grossschirma / OT Rothenfurth
Ausführende Firma
Stump Spezialtiefbau GmbH, NL Chemnitz, GEOTECHNIK PROJEKT, Leipzig / TU Bergakademie Freiberg
Subunternehmer
Geotechnik Projekt, Dr. Ing. Penzel / Technical University Bergakademie Freiberg
Geschützte Objekte
Steinbruch / Bergbau, Touristische Infrastruktur, Kunst
Korrosionsschutz
GEOBRUGG SUPERCOATING
Stabilisierte Fläche
2000 m²
Maximale Hanghöhe
30 m
Hangneigung
60 ° - 90 °
Ausrichtung
-
Weitere verbaute Anwendungen
Minen und Bergbau
Ausgangslage

Um die Schauspieler und Zuschauer im Kalkbergstadion vor drohenden Felsstürzen und Steinschlägen zu schützen, wurden bis 2007 jährlich vor Beginn der Spielsaison die Felswände beräumt. Oft wurden dabei die Bühne oder die Kulissen erheblich beschädigt. Dabei blieb das Restrisiko, dass sich die mehr als 100 m² grossen und bis zu mehreren Meter dicken Vergipsungsschalen lösen und ohne Vorankündigung abstürzen könnten.

Geologie

Im Wesentlichen besteht der Bad Segeberger Kalk aus Anhydrit. Dieser vergipst unter dem Einfluss von Luftfeuchigkeit, Tau und Niederschlag, was mit einer Volumenzunahme verbunden ist. Als Ergebnis dieser Volumenzunahme wölben sich an hangparallel aufreissenden Trennflächen "Vergipsungsschalen", die eine Dicke von mehreren Metern erreichen können.

Massnahme

Vor Beginn der Sicherungsarbeiten wurden umfangreiche Untersuchungen, Berechnungen, sowie Probeverankerungen zur Auswahl des am besten geeigneten Verpressmörtels durchgeführt.

Das Felssicherungssystem SPIDER® bemass die TU Freiberg u.a. mit der Software SPIDER ONLINE-TOOL.

Im Bereich der Bühne musste die Ansicht der Wand bestehen bleiben, weshalb eine Verhängung mit Netzen nicht möglich war. Hier kamen Felsnägel mit versenkten Köpfen zum Einsatz.

Das Felssicherungssystem SPIDER® wurde in den Jahren 2009 und 2010 - teils während des Spielbetriebs - an mehreren Felswänden beispielsweise im Bereich des Höhlenausgangs und über der Zuschauertribüne installiert. Die Höhe der Felswand von 20 bis 30 Metern stellte für die ausführende Firma wegen der eingeschränkten Zugänglichkeit eine zusätzliche Herausforderung dar. Für die Bohrarbeiten wurde teilweise ein Mobilkran mit angebauter Bohrbühne eingesetzt.

Ansprechpartner

Kevin H. Coyle
Kevin H. Coyle
Regional Manager Northeast
Naturgefahren, Uferschutz
Geobrugg North America, LLC
3 Beaudet Terr
Columbia CT 06237 / USA
Saleh Feidi
Saleh Feidi
Regional Manager California
Naturgefahren, Uferschutz
Geobrugg North America, LLC
8921 Emperor Ave.
San Gabriel, California 91775 / USA
John Kalejta
John Kalejta
Regional Manager Central US
Naturgefahren, Uferschutz
Geobrugg North America, LLC
3215 67th Avenue Pl
Greeley CO 80634 / USA
Bob Lyne
Bob Lyne
Regional Manager Southeast
Naturgefahren, Uferschutz
Geobrugg North America, LLC
8004 Windspray Drive
Summerfield NC 27358 / USA
Pierce Runnels, Civil Engineer
Pierce Runnels, Civil Engineer
General Manager Geobrugg North America
Naturgefahren
Geobrugg North America, LLC
22 Centro Algodones
NM 87001 Algodones / USA
Tim Shevlin
Tim Shevlin
Sales Director
Naturgefahren
Geobrugg North America, LLC
Salem OR 97302 / USA