Sipplingen Radweg und  Bundestrasse B 31 2016 - Geobrugg Sipplingen Radweg und  Bundestrasse B 31 2016 - Geobrugg
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Sipplingen Radweg und Bundestrasse B 31

   Teilen
Strasse
B31 Ludwigshafen - Sipplingen
PLZ
78354
Ort
Sipplingen
Land/Region
Deutschland
Installationsjahr
2016
Kunde
Landratsamt Bodenseekreis
Planer
Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau
Ausführende Firma
FSS Felssicherung Inh. Siegfried Simon
Geschützte Objekte
Strasse, Eisenbahn, Touristische Infrastruktur
Systeme
TECCO® G65/3
Korrosionsschutz
GEOBRUGG SUPERCOATING®
Stabilisierte Fläche
1700 m²
Maximale Hanghöhe
40 m
Hangneigung
40 ° - 70 °
Erosionsschutzmatte
Ja
Ausrichtung
Süd-West
Geologie

Bei der Rutschung bildete sich eine Gleitfläche zwischen dem anstehenden Festgestein und dem aufliegenden Lockermaterial aus. Das Festgestein lässt sich der Unteren Süßwassermolasse zuordnen. Die Geologie um Sipplingen ist durch tertiäre Sedimente geprägt, die als Erosionsprodukte bei der Gebirgsbildung der Alpen entstanden. Sedimente und Sedimentgesteine die bei einer Orogenese entstehen, werden als Molasse bezeichnet. Im Verlauf der Alpenbildung entstand ein Molassebecken welches sich von Genf bis nach Wien ausdehnt. Die kontinuierliche Sedimentation bewirkte eine Subsidenz des Beckens. Durch Schwankungen der Subsidenzraten wechselte das Ablagerungsmileu zwischen kontinentalfluviatil und marin.

Das heutige Landschaftsbild im Bodenseeraum wurde im Quartär stark durch das Vorstoßen des Rheingletschers verändert. Die Schichten der unteren Süßwassermolasse bestehen hier hauptsächlich aus Wechselfolgen aus Schluff-, Sand- und Mergelsteinlagen. Sie liegen in Lagen von wenigen Zentimetern bis in den Meterbereich. Die Sandsteine enthalten einen hohen Anteil an Feldspat und Quarzsand und werden aufgrund der Zusammensetzung auch „granitische Sande“ oder „granitische Sandsteine“ genannt.

 

Ausgangslage

Eine Eisenbahnstrecke, die Bundesstraße B31 sowie ein Radweg verbinden die Ortschaften Ludwigshafen und Sipplingen am Überlinger See (Bodensee) . An den engsten Stellen wurde der Hang für den Radweg angeschnitten und durch eine Stützmauer stabilisiert. Oberhalb davon ereignete sich im Mai 2016 eine Rutschung. Im Bereich der Stützmauer traten schon 2006 und 2012 Bewegungen in der Böschung auf. Außerdem kam es in den Jahren 2013 und 2015 zu weiteren Rutschungen am nordwestlichen Ende (Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau, 2016). Nordwestlich und südöstlich der aktuellen Sicherungsmaßnahme wurden bereits die Rutschungen von 2013 und 2015 gesichert.

Massnahme

Durch abgleitende Erdmassen gefährdet, wurden die Straße und der Radweg gesperrt. Auch die Bäume im Hang stellten eine Gefahr für den Zugverkehr dar, so dass die Geschwindigkeit der Züge auf der Bahnlinie für den Zeitraum der Beräumung eingeschränkt wurde.

Die Straße öffnete man nach den Beräumungsarbeiten und der Installation einer zwei Meter hohen Holzwand auf der Stützmauer wieder. Der Radweg blieb bis zum Ende der Sicherungsarbeiten geschlossen. Die wiederholte Sperrung der Verkehrswegen zwang zu größeren Umwegen und wirkte sich negativ auf den Tourismus aus. Das Interesse der Bevölkerung an einer langfristigen Sicherungsmaßnahme war daher groß. Ende Juni 2016 wurden die Beräumungsarbeiten abgeschlossen und die Größe der zu sichernden Fläche wurden festgelegt.

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Kevin H. Coyle
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